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.......Eine gegenständliche Malerei in all ihrer Exaktheit, wie Oertel sie für erforderlich hielt, birgt die Gefahr zu hohe
ästhetische Qualitäten zu bekommen, so dass die beabsichtigte Aussage, nämlich Gefährdung der Menschheit nicht transportiert wird. .....Oertel sah somit den Zwang, sich von dieser
Art von Malerei abzuwenden und reine Formen zu
entwickeln, die zu Ausssageträgern werden können. Sie bieten die Chance, dass der Betrachter nicht am Gegenstand “klebt” sondern selbst stärker assoziativ tätig werden kann. Das ist allerdings auch eine Gefahr, denn ungeübten Betrachtern bleibt das Bild leicht verschlossen.Die Forderung allerdings, die Oertel sich für seine "realistischen" Bilder gestellt hat, ist geblieben:
.....Wie bei den "realistischen" erwächst die Bedrohung erst aus der Kombination
unterschiedlicher Farben, unterschiedlicher Strukturen. Rein formal gab es auch für diese Malerei Vorgedachtes und somit Hilfen. ....Es geht ihm darum, seine Abstraktionen auch weiterhin
der gesellschaftlichen Aussage dienstbar zu machen, ja diese sogar noch deutlicher,
sozusagen unabgelenkter, prinzipieller vortragen zu können. Dabei bedient er sich einer äußerst sorgfältigen, geradezu akribischen Malweise. Mit gröter Sensibilität spürt er der Wirkung von Farbe nach....
....Die Verwendung
von Sorgfalt auf schöne Flächen bedeutet keinen Widerspruch zur Aussage der Bedrohung, Unbehaustheit, Bedrängnis und allgemeiner Gefährdung. Die dem entsprechende Ambivalenz in Eberhard Oertels Werken ist es, die mich beeindruckt hat, aus der das Bewußtsein des Künstlers herauszusehen ist, mehr zu erkennen als andere und es deshalb mitteilen zu müssen, gepaart mit den Zweifeln hinsichtich des Stellenwertes der eigenen Beobachtung im Gesamtzusammenhang unserer Gesellschaft in ihrer Umwelt.
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